WR450 2008 - Hinterradumbau

Felgen, Bereifung, Bremsen, usw.
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Frank M
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WR450 2008 - Hinterradumbau

Beitragvon Frank M » Di 19. Jun 2018, 18:55

Moin zusammen,

ich hab mich hier angemeldet weil ich mir nun auch eine WR gekauft hab.
Kurz zu mir: ich gurke seit über 30 Jahren auf diversen XT500 durch die Gegend, baue um und optimiere und missbrauche die alten Eisen für Straße, Enduro, Motocross und Supermoto. Im Forum unter xt500.org hab ich über die Jahre viel geschrieben.

Angeleckert durch den Kauf einer Duke 690 für meinen Junior reifte in mir der Gedanke, bevor ich das Bein nicht mehr drüberkriege nochmal sowas modernes mit Wasserkühlung, Scheibenbremsen und richtig Bums haben zu müssen. Es sollte eine mit Alurahmen, Vergaser und dem überarbeiteten Motor sein und gipfelte vor zwei Wochen in dem Kauf einer WR450F 2008 mit 3500km in nahezu neuwertigem Originalzustand.

Mein angedachter Einsatzzweck für die WR ist im Moment gelegentlich nach Feierabend bei einer flotten Runde über kleine Landstrassen mal die Jacke durchzupusten. Ich bin mir völlig im Klaren darüber, dass das keine artgerechte Verwendung für eine Sportenduro ist - aber das Handling, Fahrwerk, Bremsen und natürlich der Motor sind ein Gedicht und haben viel Potential, daher nehme ich die vergleichsweise kurzen Wartungsintervalle eines Sportgeräts billigend in Kauf. Ich will das! :crazy:

Und da kommen wir auch schon zu meiner Frage an die versierte WR-Gemeinde. Da ich Enduroreifen mit relativ hohem Positivanteil fahren werde, geht die sonst mit Stollenreifen auf Hartboden/Strasse noch leidlich vorhande Ruckdämpfung übers Stollenknicken auch verloren. Um dem missbrauchten Moped das Leben etwas leichter zu machen möchte ich zur Schonung des Getriebes bei Strassenbetrieb ein Hinterrad mit Ruckdämpfern einbauen. Hat jemand schon mal etwas Vergleichbares gemacht und kann mir mit einem Tipp weiterhelfen, welches 18""-Hinterrad dafür eine geeignete Basis wäre?

Das Abstandsmaß innen, zwischen den Flanschflächen Kettenrad <-> Bremsscheibe, beträgt an meiner Hinterradnabe 150mm.
Abweichungen im Achsdurchmesser könnte ich durch andere Lager oder Buchsen ausgleichen, kleine Unterschiede im o. g. Abstandsmaß Kettenrad - Bremsscheibe ließen sich bestimmt durch Beilagen oder Abdrehen anpassen. Bevor ich mir die technischen Daten aller in Frage kommenden Enduros zusammenrecherchiere oder am Ende eine neue Nabe drehen muss, hielt ich es für eine gute Idee vorab hier bei euch mal in die Runde zu fragen.

Für sachdienliche Hinweise wäre ich sehr dankbar.

Grüße, Frank

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Re: WR450 2008 - Hinterradumbau

Beitragvon OptikOne » Di 19. Jun 2018, 20:59

Moin,
Hab mal in einer Chinesischen App so eine Narbe gesehen(auch Koplettrad) Wunderschön farbig eloxiert usw. Ob diese auch wunderschön was aushalten!? Keine Ahnung :denk:

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speedfreak
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Re: WR450 2008 - Hinterradumbau

Beitragvon speedfreak » Mi 20. Jun 2018, 11:31

Hi und willkommen,

so ganz kann ich dir leider noch nicht folgen, was genau möchtest du jetzt mit einer anderen Felge am Hinterrad bewirken?
Das man das Getriebe durch ein anderes HR schonen kann leuchtet mir irgendwie grad noch nicht ein, die Kraft / der Kraftschluss kommt doch von "vorne" über Motor bzw. Kupplung?!
Und über die besagten Stollen müsste sich doch quasi eine eine Dämfung ergeben da sie sich bei Beschleunigung / Bremsen auf dem Asphalt verbiegen bzw. ggf. sogar ausreissen? Das wäre doch wenn man so will sogar sanfter als ein Straßenpneu?

Grüße

speedfreak

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Frank M
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Re: WR450 2008 - Hinterradumbau

Beitragvon Frank M » Mi 20. Jun 2018, 15:27

Hi speedfreak,
eine Ruckdämpfung ist ja eigentlich schon in die Kupplung integriert. Da sie aber zwischen Kurbelwelle und Getriebe sitzt "federt" sie auch nur die Lastspitzen zwischen diesen Bauteilen ab.

Ein Praxisbeispiel: Anbremsen einer Kurve auf Asphalt mit stempelndem Hinterrad. Die wechselseitigen Lastspitzen werden vom Hinterrad erzeugt und über die Kette 1:1 an die Getriebeausgangswelle und in das Getriebe weitergereicht. Das scheppert schon ordentlich. Hätte das Hinterrad einen Ruckdämpfer würden hierbei die Lastspitzen abgepuffert und weicher werden, was sich positiv auf die Lebensdauer von Getriebe und dem gesamten Kettentrieb auswirken würde.

Wie oben schon geschrieben haben richtige Stollenreifen bei Straßenbetrieb den Vorteil, dass sie durch Wegknicken, Verbiegen oder Rutschen sowas wie eine Ruckdämpfung erzeugen. Da ich aber straßenorientierte Endurobereifung mit relativ niedriger Stollenhöhe und hohem Positivanteil fahren möchte fällt dieser Effekt leider weg.

Mach dir mal den Spass und beobachte dein Hinterrad/Kette, wenn du bei erhöhter Leerlaufdrehzahl und gezogener Kupplung den ersten Gang einlegst. Das ruckt deutlich. Auf losem Untergrund kein Problem dann dreht sich das Rad eben etwas, auf Asphalt nicht.

Vielleicht mache ich mir auch nur zu viele Gedanken, mein technisches Verständnis und die Erfahrungen mit Crosshobeln im Straßeneinsatz lassen mich aber zweifeln, ob ein starrer Sekundärtrieb dabei auf Dauer gesund ist..

@Optikone: danke für den Link per PN.

Huskycrosser
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Re: WR450 2008 - Hinterradumbau

Beitragvon Huskycrosser » Mi 20. Jun 2018, 22:24

@
Vielleicht mache ich mir auch nur zu viele Gedanken,

Also fürn bisschen " gelegentlich mal die Jacke flattern lassen " ist das wirklich der Fall.

Mach dir auf deine Serien Felgen erst einmal die Conti Go Reifen drauf .
Sind fast Supermoto decken und gibts passend dafür .

Damit fährst du dann mal deine Jacke lüften.
Mehr wird das eh nicht .
Sorry
Aber wo du dir mal wirklich Gedanken machen solltest ist die Übersetzung der Maschine .
Probier’s aus und die Drehzahlen sind nicht ohne ...
Wenn Du dann alles anders übersetzt hast kannst du dir dann Gedanken ums Fahrwek machen, denn das ist Enduro und nicht Supermoto mäßig.
Schaukelt schön .
Wenn du das dann geregelt hast kannst du dir nen Sumo Radsatz holen samt anderer Bremsanlage mit Bremszange vorn mit 320 er Scheibe samt anderen Belägen und dann irgendwann mal fahren.
Bist dann schon mal gut 2000 oder mehr los , da du ja auf der Straße fahren willst ..

Mal ganz nebenbei ...
Ich hab so eine 450 er komplett umgerüstet und die hat rund 10000 Km so gelaufen.
Rennt immer noch ohne Mucken ...
Nix mit Kupplung kaputt oder Ruckdämpfer einbauen.
Wenn’s dir zuviel ruckt üb mal ne ruhige Gashand oder nimm ne Rekluse ....
:bier:
Gruß Husky

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Re: WR450 2008 - Hinterradumbau

Beitragvon Frank M » Mi 20. Jun 2018, 23:19

:D

Rollerreifen auf 'ner Enduro mag ich ja nicht so, TKC80 werden es wohl werden. Damit gehen dann immerhin noch Schotterpisten und Waldwege.

Damit fährst du dann mal deine Jacke lüften.
Mehr wird das eh nicht .
Sorry

Das musst du mir etwas näher erläutern...

Stimmt, die Übersetzung ist im Moment 13/50 und für mein Vorhaben deutlich zu kurz. Erstmal probiere ich 15/50, weil's mit der vorhandenen Kette passen sollte und das max. Drehmoment damit bei ca. 7000U/min und 125Km/h anliegt. Fährt sich das nicht erwartungsgemäß übersetze ich sie noch länger.

Fahrwerkstechnisch bin ich durch meine Vorgeschichte nicht verwöhnt, das kannst du glauben. Ich mag das "gautschige" Endurofahrwerk und einen Hochgeschwindigkeitsrekord wollte ich damit nicht aufstellen.

Bevor ich sie endlich zulassen kann muss ich leider noch auf ein COC-Papier vom Importeur RGP warten. Aktuell hat sie 10kW im Brief und war damit auch schon zugelassen, lt. KBA-Liste der Schadstoff-Typprüfwerte ist aber auch eine Zulassung mit 30kW möglich. Dieses "Umtypen" musste ich noch nie machen. Hat damit jemand Erfahrung und kann mir Tipps dazu geben?

Grüße

Huskycrosser
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Re: WR450 2008 - Hinterradumbau

Beitragvon Huskycrosser » Do 21. Jun 2018, 09:01

Mit diesen " 21" Rollereifen "
https://www.continental-reifen.de/motor ... --allround
wird unter anderem im Winter auch mit den WR s in der Karthalle trainiert .

Wieder was gelernt :lol:
Gruß Husky

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Re: WR450 2008 - Hinterradumbau

Beitragvon Frank M » Do 21. Jun 2018, 11:27

ich will dir deine bevorzugten Reifen ja gar nicht schlechtreden und sicherlich gibt es für reinen Straßeneinsatz bessere Reifen als den TKC80.
Aber da hat ja jedes Tierchen sein Plaisierchen...

Nochmal zur Übersetzung: Gibts dazu ein paar Erfahrungswerte welche Übersetzung sich mit 18"-Hinterrad als tauglich erwiesen hat?
Irgendwo hab ich mal was von 15/47 gelesen.

Grüße

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Re: WR450 2008 - Hinterradumbau

Beitragvon speedfreak » Fr 22. Jun 2018, 07:22

Mit längeren Übersetzungen habe ich leider noch nichz getestet...sry

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Re: WR450 2008 - Hinterradumbau

Beitragvon Cellist » Fr 22. Jun 2018, 13:05

Meine 2006er WR ist auch eine RGP - das hat mein Tüv bei der HU mal "einfach so mit umgeschlüsselt" ohne irgendwelche Papiere - die hatte er in seinem PC gehabt. Ist alleine wichtig für Anbaudinge mit ABE usw. weil die ja für Yamaha und nicht RGP ausgestellt worden sind. Das war bei mir das Problem nämlich mit einer Reifenfreigabe..
Also einfach mal anrufen oder hinfahren und fragen - wenn er Ahnung hat wird das sehr unkompliziert.


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